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Faktoren für die Entscheidungen im No Limit Turnier

Über No Limit Turnierstrategie sind unzählige Bücher geschrieben worden, viele Autoren bieten „Systeme“ an, manche Spieler denken, dass ihre Spielweise die einzig wahre ist. Ich werde hier einmal versuchen, zunächst einige Grundprinzipien zu erläutern und später eine Art systematische Herangehensweise für die einzelnen Starthände zu geben, ähnlich der Starthändeliste für das Limit Game.

Meiner Meinung sind die wahrsten Aussagen über Turnierstrategie mit Sicherheit die folgenden :

  • 1. „Es kommt immer darauf an...“
  • 2. „Variiere Dein Spiel“
  • 3. „Überleben ist das Wichtigste“

Die erste Aussage ist natürlich sehr vage, aber umso wahrer. Worauf also kommt es an ? Was muss ich für meine Entscheidung berücksichtigen? Jeder Spieler weiss dass es natürlich auf die eigene Hand ankommt. Aber bei No Limit Hold’em ist die Stärke der eigenen Hand nur sehr relativ. Während man im Limit Cash Game eine starke Starthand nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit raisen oder gar cappen kann (schließlich wird man ja auf Dauer mit Sicherheit eine positive Bilanz mit dieser Hand haben), muß ich im Turnier damit rechnen mit meiner Hand pleite zu gehen, und dann ist mein Einsatz weg.

Insbesondere bedeutet diese erste Aussage, daß ich bei der Einschätzung der Stärke meiner Hand im NL Turnier viel stärker berücksichtigen muß, in welcher Situation ich mich befinde (Nebenfaktoren, siehe unten)

Sein Spiel zu variieren steht natürlich zunächst einmal den später folgenden Empfehlungen entgegen. Es geht darum, nicht zu ausrechenbar zu sein. Damit macht man es dem Gegner schwerer, einen auf eine bestimmte Hand zu setzen, d.h. aus meinen Aktionen Rückschlüsse auf meine Pocket Cards zu machen.

Verschiedene „Nebenfaktoren“ spielen bei No Limit eine weit größere Rolle als beim Cash Game. Diese Faktoren sind (in der Reihenfolge der Wichtigkeit) diese:

  • 1. Die Kenntnis der Spielweise des Gegners
  • 2. Das eigene Table Image
  • 3. Die Größe des gegnerischen Chipstacks
  • 4. Die Größe des eigenen Chipstacks
  • 5. Die momentane Turniersituation bzw. -phase
  • 6. Die Vorgeschichte zwischen mir und meinem (meinen) Gegnern

Diese Faktoren muss man bei der Auswahl seiner Aktion abwägen, und dann die richtige Entscheidung treffen.

Soweit es die Faktoren 1 und 2 angeht, so kommt es letztendlich immer auf folgendes heraus : Was denkt mein Gegner, dass ich halte? Und was vermute ich für eine Hand bei meinem Gegner?

Warum in dieser Reihenfolge? Ganz einfach: weil im Turnier Initiative mit das Wichtigste ist. Solange ich den Gegner in Entscheidungsnot bringe, bin ich im Vorteil. Ein gutes Table Image ist wichtig, denn naturgemäß geben unsere Gegner uns mehr „credit“ für eine gute Hand, wenn sie uns für gute Spieler halten. Aber auch aus einem schlechten Table Image kann man Profit schlagen, denn dann werden unsere Gegner uns öfter callen und auszahlen.

Faktor 3 ist sehr wichtig : Ein Gegner mit einem sehr großen Chipstack ist nur schwer zu beeindrucken, man sollte unter es Umständen völlig vermeiden sich mit ihm anzulegen. Dafür sind sie aber öfter geneigt, Pötte kaufen zu wollen, so dass man von ihnen profitieren kann wenn man gegen sie eine starke Hand zurückhaltend spielt.

Spieler die sehr short stacked sind, sind eher bereit, alles auf eine Karte zu setzen. Hier sollte man immer damit rechnen, dass sie alle Chips in den Pott werfen, und nur mit solchen Händen gegen sie antreten, bei denen man einen All-in Raise gerne sieht. Bevor Ihr also eine Bet oder einen Raise setzt, lohnt sich immer ein Blick auf den/die Spieler links neben Euch und die Frage, ob der Gegner all-in gehen wird bedenken.

Faktor 4, der eigene Chipstack: spielt natürlich eine große Rolle, nicht nur für das eigene Selbstbewußtsein. Mit dem Chipleader legt sich keiner gerne an, und als Small Stack wird man für seine Raises oft nicht zu sehr respektiert.

Faktor 5: ebenfalls sehr wichtig, denn man sollte seine Spielweise der jeweiligen Situation anpassen. Z.B. kann man am Anfang bei kleinen Blinds durchaus etwas looser spielen und Hände wie suited connectors häufiger callen. Wenn die Hand ungeraist bleibt, bekommt man oft in der Anfangsphase eine ebenso starke wie auch „verdeckte“ Hand, mit der man gut Kasse machen kann. In der mittleren Phase des Turniers sollte man dann schon deutlich tighter spielen, Grenzsituationen meiden und lieber aggressiv auf kleinere Pötte losgehen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Wenn die Gegner befürchten müssen, auf dem „Bubble“ zu landen (Beispiel: 10 Spieler werden ausbezahlt, und es sind noch 11 oder 12 drin), kann man als Spieler mit hohem Chipstack öfter Pötte „kaufen“.

Entscheidungen am Final Table

Am Final Table ist dann Aggressivität gefragt, allerdings muß ich jetzt sehr stark berücksichtigen, wie groß der Preisgeldunterschied zwischen meinem momentan gesicherten Rang und dem nächst höheren ist.

Und letztlich ist es klar, dass ein Gegner bei seinen Entscheidungen natürlich auch berücksichtigt, ob ich ihn zuletzt geblufft habe oder ob ich eine starke Hand gegen ihn slow gespielt habe. Vielleicht ist er aber auch frustriert, weil er gegen mich einen Bad Beat hat einstecken müssen.

Einige dieser Faktoren kann ich gezielt steuern, auf manche habe ich aber nur begrenzten oder gar keinen Einfluß.

Was nun die Höhe des Raise angeht, empfehle ich folgendes:

  • Als erstes überlegt Ihr, was Ihr wollt : möchtet Ihr dass alle Gegner folden, wollt Ihr das Feld reduzieren oder möchtet Ihr zwar keine Freikarte geben aber doch den Pott füllen ? Oder wollt Ihr eine Monsterhand zwar nicht checken, aber der Gegner soll möglichst zu einem Raise verleitet werden ?
  • Dann wählt Ihr die Größe der Bet so aus, dass sie genau den beabsichtigen Zweck erfüllt. Wieviel das ist, ergibt sich aus der Situation.
  • Habt Ihr eine Hand mit der Ihr keinen Re-Raise sehen wollt, dann sollte die Bet so sein, dass Ihr aus der Hand aussteigen könnt. Wenn erstmal ein großer Teil Eures Stacks im Pott liegt seid Ihr „committed“ und ein Zurück ist dann nur unter hohen Verlusten möglich. Überlegt euch bereits vor der Bet Eure mögliche Reaktion auf einen eventuellen Re-raise des Gegners.

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